Verwegene Verse XIV

von Käthe Knobloch

Ich war mal verbandelt mit einem Herren aus Celle,

der liebte die Beglückerey stets auf die Schnelle.

Mir ging die Juchzerei zwar meistens zu fix,

doch ich mochte ihn sehr und sagte nix.

Er pflegte die Bahnreiserei, gern im Abteil,

kaum fuhr der Zug an, Vorhänge zu, weil

er mich flugsgierig in die Sitze drückte,

aber eher sich selbst nur beglückte.

Eines Tages, es war mitten im Märzen,

beliebte die Bahn mal wieder zu scherzen.

Statt mit dem Zug reisten wir im Busse.

Nix mit Gefummel und gierigem Kusse.

Doch der Herr konnte kaum an sich halten,

ich sollte meines händischen Amtes walten.

Er bettelte, quengelte und bewisperte mich.

Ich konnte nicht anders, so ergab es sich.

Heimlich unterm Mantel, dem schönen,

brachte ich ihn zum sanften Erstöhnen.

Das Ende der Geschichte betrübte mich sehr:

ab da wollte er nur noch Schienenersatzverkehr.

Diese Verwegenen Verse widme ich der tapferen Madame Lila, die mich durch ihren vermaledeiten Sturz erst auf die Idee brachte. Gute Verbesserung, werte Frau Lila.