Rennpoetischfersenflitzerversreimerey

von kaetheknobloch

Der Herr Undercover schwitzschnaufte jüngst durch’s Gelände.
Erst mühsam, mit der Zeit doch sehr behende.

Auf Trab brachte ihn wohl auch eine Versbefeuerung.
Gar fetzig, deswegen hier die Weiterverbreitung:

Frau Knobloch:
Fetzt famos, daß Sie einfach losliefen,
wenn auch mit Schnaufen und Schniefen.
Ein Rhytmus wird sich schon finden,
Sie werdens sicher verkünden,
wenn leicht der Gang und geschmeidig.
Beide Daumen hoch zeig ich!

Herr Undercover:
Gut geschnauft ist halb gewonnen,
fest geschnieft ist halb zerronnen,
im Rhythmus genieße ich die Wonnen,
verkünde dann in fernen Tagen,
wann sie enden – all die Plagen!
Für die Daumen danke ich sehr,
sind für Erfolg doch sie gewähr,
treiben mich noch mehr voran,
machen geschmeidig meinen Gang …;-)

Frau Knobloch:
So nenne ich denn zwei Treibdaumen mein Eigen,
ob’s Ihnen was bringt, das wird sich zeigen.
Ich drücke sie heftig aus der Ferne
und reime mit Ihnen sehr gerne,
damit Sie weiter sich motivieren lassen
und schnaufend rennen durch Wälder und Gassen.
Und wenn Sie mal stolpern, so im Moos,
macht nix, der Reim tut’s doch auch. Famos!

Herr Undercover:
Rennen, daraus wird wohl nicht werden,
zu lang bin ich hier schon auf Erden,
es zieht die Schwerkraft mich darnieder,
sie zerrt und zieht, fesselt die Glieder!
Jedoch mit fernheftigen Reimen,
könnt es leicht sein, dass ich fang an zu schäumen,
durch Waldundgassenmotivation fühl ich mich wesentlich stärker schon,
sodass im Stolpermoos kann reimend verweilen,
mit Blümchen im Haar retzitiere flammende Zeilen,
die mich bringen voran rasend und schnell,
rennend versen, das werde ich machen, wenn es recht ist – gell?!

Frau Knobloch:
Rennend versen
mit rauchenden Fersen?
Mit brennenden Sohlen
Reime herholen?
Mit schmerzenden Knie
noch feine Poesie?
Mit wehendem Haar
Flammzeilen sogar?
Mit Schaum vorm Mund
noch Sätze kund-
tun Sie wirklich?
Sehr bemerklich!
Lachfein grüßt blogwärts,
Frau Knobloch mit Herz.

Herr Undercover:
Nach diesen Zeilen meine Spucke muss verweilen,
sie bleibt mir einfach weg – oh Schreck!
So viel zu tun, während andere ruh’n,
ich kann es nicht fassen, muss vor mir selbst erblassen!
Sag, bin ich das noch? Ich meine, der der ich war,
oder bin ich seit neuestem außerirdisch gar?
Rennpoesieren, schaumsatzkundgebuieren,
herzblogwärtsschlagend,haarflammendfragend,
knieschmerzpoesie, sohlenbrennreimblasphemie,
rennversfersenliteratend,herzschlagendtiefatmend,
inmichhineinlächelnd, beim Lachen wild fächelnd …:-)

Frau Knobloch:
Wenn Herzen blogwärts schlagen
und Verse sich gut vertragen,
söllte man ihnen eine Bühne geben,
schaffen ein eigenes Leben.
Deshalb ein vorsichtiges Bitten:
Wäre es denn wohlgelitten,
ich täte einen Eintrag stricken,
diese Reime klickediklicken?
Unaußerirdisch grüßt herzlich,
Käthe, zwerchfellschmerzlich

Herr Undercover:
Sie beherrschen das Klickediklickeinversstricken?
Eine Kunst, die in die Jahre gekommen und daher doch sehr gelitten,
musste oft reimschmerzlich vieles ertragen – jeglicher Bühne entsagen!
Diesen Reimumständlichkeiten söllte man das Endliche bereiten,
ob außerirdisch oder planetarisch, hauptsächlich trompetend und fanfarisch!
So hoffe ich von Herzen, die Bühne hält stand unter diesen Reimsch(m)erzen,
grüße strahlend ob der Sonnenstrahlen, erwarte die Antwort unter “Qualen” …

Frau Knobloch:
So Qualen sind oft unerträglich,
bis man nur winselt kläglich.
Drum will ich schnell Ihre Pein
beenden, meine Antwort soll sein
ganz flugs hingeschrieben
ganz nach Belieben
Zeilen sieben.
Oder acht.
Lacht.

Herr Undercover:
Sie lachen, meine Liebe, das gefällt!
Finst’strer Blick wär’s, der mich quält,
so warte ich nun unerkläglich
auf das Hingeschriebene, das unsäglich,
flugs die Zeit lass ich verfliegen,
ganz nach Wochenendebelieben…

Frau Knobloch:
Mit der Sonne lache ich um die Wette,
allein, das Tagwerk gleich einer Klette,
hält mich noch in der Schreibstube.
Aber morgen drück ich auf die Tube.
Rausrausraus, in den Garten,
alles andere muß warten.
So auch der neue Eintrag,
aber bald, so ich’s vermag,
singe ich Ihnen eine Lobhudeley.
Ich bin so vergnüglichfrei.
Sie sind ein Reimmuserich,
das gefällt. Ich freue mich.

Herr Undercover:
Ob dieser Zeilen, ich muss lachen,
glatt ein Grund, was aufzumachen,
flüssig Säftchen raffiniert vergoren,
was soll ich wählen, was wird nun auserkoren?
So stoße ich an auf Reim und Vers,
in der Hoffnung, niemand findet das pervers,
und – wenn doch, soll es mich nicht plagen,
hab keine Zeit für Sorgen oder gar Trauerklagen,
behalte das Lächeln mir im Gesicht,
Reimmuserich – ich fass’ es nicht!!!

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