Dämmerungsterrassenstüfeleversprechen, eingelöst.

von kaetheknobloch

Zwar nur kurz war das erste Mal in diesem Jahr an jenem ersten Märzenabend, doch es barg vielerley Versprechen. Der Amselrich flirtete in die Dämmerung hinein, der Sanftregen legte sich tropfentuchig auf’s Land und die ahornfußbeheimatete Spitzmausfamilie gab ihr diesjähriges Raschelfiepdebüt. Die Kroküsse hatten sich für diesen Tag ausgeknutscht und gaben sich geschlossen sittsam, nur die Scilla leuchteten noch fürsorglich den letztrückkehrenden Winterinsektenhotelgästen heim. Eine tapfere Schildmaid begutmutete mich und läutete goldglockig den Lenz ein.

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Zum ersten Mal in diesem Jungjahr konnte ich Würzigrauchholzduft nicht genau benennen. Rauchende Kaminschlote oder doch schon der erste verwegene Märzengrillrostgeselle? Meine Hand, die das Weißherbstschorleglas hielt, wurde langsam kalt und auch die Kälte der Terrassenstufensteine kroch backenwärts in mich hinein. Seufzend hob ich meinen Hintern und kehrte in den warmleuchtenden Wohnraum zurück. Wahrlich kurz war das erste Mal für dieses Jahr auf einem meiner Lieblingsgartenplätze, dem Terrassenstüfele, doch es barg vielerley Erinnerungen und Vorfreude auf Draußenlebenversprechen. Ein paar davon wurden in den letzten Tagen bereits eingelöst. Die Schildmaid hat ihr Wort gehalten.

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