Verwegene Verse XV

von kaetheknobloch

Ich traf mich mal mit einem Herren aus Koblenz,

der war vergnügtfröhlich und das sehr immens.

Wohin er auch seine leichtbeschuhten Füße setzte,

sich alsbald das Auge an Frischgrün ergötzte.

Es war, als würde er Farben neu erfinden

und Säfte steigen lassen hinter uralten Rinden.

Allüberall barsten die winterumhüllten Mieder,

ich konnte nur staunen, wieder und wieder.

Mit ihm unterwegs in beschwingtfamoser Art,

da regten sich auch in mir Gelüste, ganz zart.

Knospen schwollen, Hüllen fielen, Leben pulsierte.

Egal wie lange ich seinen Einfluß auch negierte,

schlußendlich ließ er auch mich in Lust explodieren,

ich kam, alles kam, egal ob bei Pflanzen oder Tieren.

Jetzt die Erkenntnis, während ich durch den Garten tobe:

Nicht Koblenz, das war der Herr Lenz aus Kobe!

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Zartsanft begann der Herr Lenz zu drängen,

ich solle die Schlittschuh an den Nagel hängen.

Bewacht von Schneeeulens scharfem Blick,

ich ergebe mich derweil noch einem Lenzen- äh, -glück.

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