Verwegene Verse XVIII

von kaetheknobloch

Ich sah mal ein putziges Kerlchen aus Bayern,

eieiei, bei dem wollte ich nicht lange rumeiern.

Er rümpfte zwar das Näschen, ob meiner Eile,

spitzte aufmerksam die Ohren, doch nach ’ner Weile,

kraulte ich ihm schon seinen Samtflauschnacken.

Ich lud ihn ein, wollt‘ für ihn kochen & backen.

Ein langes Lenzenwochenende mit ihm zu verbringen,

inklusive ihn zu verführen; das sollte mir gelingen!

Am Freitag gab’s Fisch, wieder rümpfte er die Nase,

Samstag, oh, wie er schimpfte (es gab‘ Falscher Hase‘)!

Beim Sonntagspicknick draußen im lauschigen Parke,

rupfte er nur Gänseblümchen, er war schon ’ne Marke.

Meine Blicke in seinen Schritt, sehr begehrlich,

ich mußte es wissen: Hasenpfote oder gar ehrlich?

Ich hätte mich doch da schon fragen sollen:

Er lief gar seltsam, was war da geschwollen?

Kann das ein bagschierlicher Zebedäus* sein?

Ich mußte es wissen, es war eine Pein…

Am Montag versuchte ich  mit Salat ihn zu locken,

spielte Eiron Meiden für ihn, es mußte doch rocken.

Siehe da, seine Blume erhob sich zutraulich

(schrübe ich „Schwanz“, das wär‘ zu vertraulich!),

Doch was ich erblickte, ich erröte beim Schreiben,

es muß auch bitte wirklich unter uns bleiben:

Das Kerlchen, es wirkte so sanftlieb und zart,

doch schrillbunt seine Eier und total hart!

Mein Entsetzen kann wohl ein jeder verstehen,

das zartharte Kerlchen jedenfalls konnte gehen.

Ich schaute Ostern ab da immer genau:

Eier, sind sie lila, grün oder gar blau,

die kommen mir nicht in mein Neste.

Natur pur ist doch immer das Beste!

*Bislang auch in meinem Sprachgebrauch unbekannt, sorgte gestern jedoch die fabelhafte Frau Stefanini in den Kommentaren für zebedäusische Bagschierlichkeit. Ich lache immer noch.

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