Ausnahmsweisespätdochzehnwortetext

von kaetheknobloch

Weil ich jetzt so ganz nebenbei doch einen Zehnworttext in einem Kommentar an den verehrten Herrn Zolaski geschrieben habe, obwohl ich da außen vor bleiben wollte, ich dann aber zu wortlüstern bin um ihn untern Tisch fallen zu lassen, lufthol, und kwasi dann also doch hier involviert bin, habe ich die Ehre, meinen ersten Westendstoriesischen Text freizugeben, lufthol, bittefein:

Mein hochverehrter Herr Zolaski,

an diesem wundervollen Spätsommertag lasse ich die Tür meines Florallabors weit offen um das Sonnenlachen hereinzulassen, auf daß es Licht und Wärme bringe und mir meine kühlen Glieder warmmurmelig mache. Und so geschah es eben, daß ein fröhlich pfeifender Famosjongleur durch meine Türe trat. Ich bot ihm flugs ein kaltgehopftes Getränke an, doch er meinte, ein Espresso wäre die bessere Alternative zu dem Biere. So saßen wir plaudern bei Pupillenpralinchen und Silbenschogetten, wie sich nur zwei verstehen können, deren Herzen im gleichen Takte klingschwingen. Wir sprachen kwasi über Gott und die Welt und wie so schillernde Persönlichkeiten, wie selbst der Dalai Lama uns wohl nicht weiterhelfen können. Wir waren uns einig, daß nur die Sprache der reinen Herzen universell sey und versicherten uns gegenseitig, wir würden so weitermachen. Dann sprang er unvermittelt auf, küßte mich auf die inzwischen heiße Stirne, es war, als küßte mich ein Muserich und verschwand. Zurück blieben nur die drei Papierkugeln, mit denen er anfangs jonglierte. Ich lege sie als Anhang bei und verbleibe wie immer als Ihre Fernfrau Käthe.

 

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