Kicherklickerdiklackköstlichkeiten

von kaetheknobloch

So schreibe ich am zwotliebsten: Ein die Kehle hinaufrollendes Lachen läßt meine Fingerkuppen immer schneller über die Tastatur rasen. Ich las Fremdfreundworte und formuliere eine Replik. Das erste augenbetränende Schalllachen, das genoß ich ganz für mich. Doch diese Töne, dieses Glücksgekoller und Jubiliergejapse, sie wollen zurückgegeben seyn. Es ist als ob das Lachen direkt erwidert werden will. Durch antwortende Lachtränentreiberey. Immer wieder kullert mir ein Glucksen durch den Leib in die huschenden Fingerspitzen, erscheint zwischen den Silbensträngen am Monitor und zwinkert beim Absenden nochmal spitzbübisch mir zu. Die meisten Fehler schleichen sich ins Gehusche des Lachkollertippens ein. Aufjuchzend korrigiere ich jeden den ich kontrolllesend entdecke, sie künden ja von meiner absoluten Hingabe beim Überschallfingerflug über die Tastatur beim Verfassen. Mancher Fehler will gar nicht korrigiert werden, ergab sich doch mit dem hingekicherten Silbenkonstrukt ein ganz neuer, viel tieferer Sinn. Und dann lese ich nochmal Lachanstoß und Lachreplik im trauter Zwosamkeit und es schüttelt mich erneutes Gekollere, bis das Augenwasser wieder steigt und ich aufspringen muß, weil ich meine, in tausende von Silberklinglachperlen zu zerschellen.  So, ja so, schreibe ich am zwotliebsten.

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