Knoblochbohnentopfkochkoller

von kaetheknobloch

Hast du je mit weichfederndem Handgelenkschwung die zarten Brotkrumen vom Holzbrett in den Topf gestrichen? Wissend gelächelt, daß sie der Suppe feinstletzte Beigabe sind? Und hast du dabei nochmal alle zuvor zerschnittenen, gewürfelten und gehackten Zutatenfeinstduftnotate naswärts aufgenommen, die nun vollendet abgerundet in sanften Schwaden durch die Kochwerkstatt ziehen? Das Brett dient noch einmal als Würzkatalysator, die Krumen und bald auch du danken es ihm. Denn zuvor hast du:

Bohnen geschnippelschnappelt, Kartoffeln kringelgeschält und gewürfelt, Zwiebeln behutsam enthäutet und geschnitten, Sellerie geschnitzt, Möhrchen geringelpiezt und scheibiert, Lauchscheibchen runtergemessert, Rauchspeck, ah, Rauchspeck mit Glänzflinkfingern in kleine Würfel geteilt, dicke Handvoll Protzprachtgrünpetersilie gehackt, Brotlaib runtergeschnitten, innig in den passenden Gewürzgläsern dich bedient und nicht zu vergessen: Brühe feinwürzig hochgequirlt. Hast du?

Dann, mein Freund, verstehst du, warum ich jetzt knoblochbohnentopfkochkollerös bin.

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