Schafschnafschnafftegeschichte, oder…

von kaetheknobloch

… Kommumifiziermichaelisieren = Knobloch’sches Verfahren zur Haltbarmachung von Kommentarkommunikationsperlchen michaelytisch konfiguriert (So der hochoffizinöse Bildungsbeauftragungstitel, benamst durch die einzigartige Madame Contraire)

Der famose Alltagsphilosoph ersann ein vergnügliches Schafspoemchen und meineeine nahm den Wollfaden nur zu gern auf. Wir ließen die Spindel hinundhertänzeln und erschufen ein Werk voller Wissensknoten, gewirkt aus Wohlwollen und Feinstschalkfädchen. Gerne kommen wir unserem Bildungsauftrag nach und präsentieren nun auch bei Bittemito die Schafschnafschnafftegeschichte:

Echt schaaf!

Sagt MamaSchaf zu KindSchaf: „Schlaf!“
Und dieses, brav,
Fragt: „Ob ich das noch eben lesen darf?“
Doch MamaSchaf hat selber Schlafbedarf,
Und löscht das Licht,
Das reimt sich leider nicht
Auf Schaf, so wird das nie ein richtiges Gedicht,
Und ungelesen wegen schlechter Sicht!!

Ungelesen? Oh nein, mitnichten!
Will gleich selber Reime dichten,
doch die Dichtung, ach du Schreck:
Die ist leider ziemlich leck…

Ach wie keck
Die Käthe dichtet,
Der Dichtung Leck
Abzudichten sie verzichtet.
So bleibt alles offen,
Das lässt uns hoffen!

Allzu keck hat sie gereimt,
Falschbuchstaben so geleimt.
Bitte bei mitmichten
auf das m verzichten
mit n berichten,
n wie in Nichten.
Dichtende Nichten…

Das “m”, ich hab’ es glatt halbiert,
ein hübsches “n” so generiert.
Die andre Hälfte kriegt das Schaf,
Und wird zum Schnaf!

Ein Schnaf! Ich sah schon lang keins mehr.
Es kommt wohl nicht von ungefähr,
daß just heute es uns hier beehrte.
Sie kennen doch das Schnaf namens Dörte?
Der Otto hat es einst besungen
schnafte hat es mir geklungen.
Das zwote f im schnafften Wort,
fraß die Dörte einfach fort…

Das hundertste Schnaf hieß Sammy,
Und das war Dörtes Mammi,
Die Strafe war gering,
Das weggefress’ne f kein großes Ding!

Doch hat’s der Dörte quergelegen,
das f und so hat sie deswegen
nicht genügend Wasser getrunken.
Man hörte die anderen Schnafe unken,
sie hätte am Hahne nur geleckt.
Und zack, den Zusammenhang entdeckt:
Beleckte Hähne sind nicht ganz dichte,
so wie die Reime dieser Geschichte!

Doch fügt sich schließlich eins zum andern,
Man sieht die Dörte glücklich auf den Horizont zuwandern,
Aus der Pfütze sie das Wasser schlürft,
Ein Schnaf, wie es im Buche steht, was ihr mir glauben dürft.

Ihnen glaube ich das nur zu gerne,
drum grüße ich dichtnah aus der Ferne.
Sehe vor meinem inneren Augenlichte
diese Wasserschlürfschnafgeschichte.
(Bitte dreimal schnelllaut zu sagen,
Lachwellen dann durch Sie jagen!)

In der Zunge ist ein Knoten,
Solches ist an und auch für sich verboten!

An und für sich wollte ich ja passen,
doch ich kann es einfach nicht lassen,
neue Schnafstories hier zu erfinden.
KennSe die von Jupp und Gerlinden?
Jupp war das schwarze Schnaf im Stall
und Gerlinden die fesche Femme fatale.
Es kam, wie es meistens so kommt:
Eine Schnaflovestory folgte prompt!

Gerlinden kenn’ ich nicht,
Erinnere kein solches Schnafgesicht,
Den Jupp wohl schon,
Das ist vom Sepp der Sohn.
Ich gönn’ ihm ‘ne Gerlinde,
Ein hübscher Name, wie ich finde.

Oh, Gerlinde, die war nicht ohne Pep!
“Sohn”, sprach anfangs schon der Sepp:
“Paß auf, die zieht dir das Fell übers Ohr!
Die kommt mir ziemlich gerissen vor!”
Wir wundern uns, ein Schnaf gerissen?
Hat es denn gar ein Wölflein gebissen
und der zog sich das Schnaffell drüber?
Das wird es sein, Michael, mein Lieber!
Ha, klar, daß Sie Gerlinde nicht kennen!
So will ich sie mal richtig benennen:
Gerlisegrim, so wird sie wohl heißen
und wollte den armen Jupp beschei…

Gerlisegrim, als Schnaf verkleidet?
Mein Feingefühl darunter leidet!
Ein Glück, Sie haben es entdeckt,
Komm’ wieder raus, Jupp! (hat sich kurz mal hinterm Busch versteckt!)

Lämmerschwänzig erscheint der Jupp.
Vorher Mitglied im Halbstarkentrupp
ist er jetzt kleinlaut, ängstlich und mau.
Oh, und wenn ich genauer hinschau,
wo einstmals Schwarzwolle sich befand,
ist’s jetzt grau! Potzblitz, wie interessant!
Schwarze Schafe so einfach enttarnt,
indem man vor Isegrimen sie warnt?

So ist das eine Schnaf ein Wolf,
Und Jupp, der ist ein Lämmchen namens Rolf.
Die Welt ist eine Maskerade,
Und gar zu selten ist das echte Schnaf, wie schade!

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