Keinaprilscherzfeinagilherz

von kaetheknobloch

Gestern noch banging war mein Herz, ob der Flinkfüßigkeit der Zeit. Doch ich hielt Schritt und die Bangingkeit verflog wie die Trockenraschelblätter des mächtigen Efeustockes im pittoresken Hinterhof, die mithilfe des Sturmgebrauses Platz schaffen für neue Triebe und somit Zarthoffnungsgrün. Fast alles erscheint mir perfekt, nur die schöne neue Welt konnte nicht mithalten mit meinem vorgelegten Tempo, der Rechenknecht bleibt abgekappt vom Weltumspannnetz. In meinen Gedanken seid ihr alle dabei. Kladdig sammle ich flinkfingrig neue Eindrücke, wie den vom verdutzten Amselrich, der mein neuer nächster Nachbar ist und fensterbrettig mein Tun beobachtete. Als ich ihm ein Kissen anbot, um den perfekten Fenstergrummler abzugeben, flog er schimpfend davon. Der Sturm brüllte auch gegen mich an, wollte mich von der Leiter holen, doch mein Wackerherz blieb obenauf. Im Floratelier hat alles seinen Platz gefunden und dass gestrig schon neugierige Kunden mich von Feinschliffarbeiten abhielten, dieses deute ich als gutes Omen. Das Florallabor erhielt seine angemessene Abschiedsparty, exakt am selben Tag vor dreizehn Jahren war es die Baustellenparty und diesmal eine Entrümpelungsfeier mit fast dem gleichen Freundeskreis. Die Wehmut ist verflogen, ich bin lämmerschwänzig erwartungsfroh startbereit. Die Dämmerung hebt ihren Grauschleier erstapriltagig beim Haus am Ende des Weges und mein Fragilagilherz purzelbaumt behende: Floratelier, ich komme…

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