bittemito

Monat: April, 2015

Obacht! Scheißherzchenhüpfgetösegefahr!

Ich muß sehrst pardongisieren, aber ich komme nicht umhin, einfach weitere Scheißherzchenpupillisierung hier zu hinterlassen. Die Telekomiker lassen mich am gestreckten Kabelkanal verkümmern, allein das tagesaktuelle Mailabholen benötigt eine Portion Extralogistik und weitere Besuche beim schmerzlich entkernten Florallabor. Auch fehlt mir als Komakommentartöse das Lesen meiner Lieblingssilbenkapriziösen und Grandioswortgesellen, aber andererseits habe ich einen wunderbaren Tiefenentspannungslehrmeister gefunden. Der bringt mir bei, den Dingen ihren Lauf zu lassen. Ich darf vorstellen: Benni, Hinterhofkumpel und Uraltgelassenheitsprofi:

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Und weil die innere Stolzbollerine kaum noch im Biedermieder zu bändigen ist, folgen weitere Pupillenpralinchen aus dem Floratelier, ehe mir die Knöppe umme Schnuppennase fliegen. Ich gelobe baldmöglichste Leseundwortrückkehr und hinterlege Herzgrüße, Frau Knobloch, Käthe, Hinterhofgöre.

Floratelierflinklichtblicke

Zwar ohnnetzig, doch doppelbödig gelingt die schmale Gradwanderung traumtänzerisch. Ohnnetzig dank fehlender Interverquickung im Floratelier und doppelbödig dank Zugang im entbeinten Florallabor und wie eben im Haus am Ende des Weges. Ach, wie mir die Wortjonglage fehlt! Hagestolzinisch will ich wenigstens ein paar Schnappschüsse einstweilen teilen:

 

Und da alles fließt im Leben, sieht es inzwischen schon leichtvariabelanderster aus…

Osterfeuerleuchtkussfügung

Feuerkuss

Weithin sichtbar lodern die Osterfeuer, senden ihre Ewigversprechen über die Flur. Ein klitzekleines Fürimmer geriet mir vor die Schnappschußkamera. Die zwei Jungmenschenkinder kicherten verlegen, als ich ihnen Zeitchen später diese Momentaufnahme zeigte. Und erlaubten die Weiterteilung. Möge Ostern seine diesjährige Verheißung erfüllen, das sei allen gewünscht. Oder wie es der geschätzte Herr Tigerfour immer schreibt: Küssen nicht vergessen…

Feuerkusszwo

Silberschwebensilbenbeben

„Kind, liebes, deine Hoffnung, die du Esperança nennst, die trägt, glaube ich, einen ganz anderen Namen…“ Ich öffne meine Augen, blicke kurz durch den schwebenden Solenebel hinauf zu dem eledeischen Sternenhimmel und wende ohnhastig meinen Blick auf Mama Löwenherz neben mir. Anschulternd sitzen wir auf der Hartholzbank in der von Nasssilberschwaden durchwaberten Salzgrotte und beim Anblick ihres nahen Profils muss ich stilllächeln. Antlitzig sonst eher Ominkel ähnlich, trage ich doch die mamaische Spitzstolznase. Würde sie ebenfalls ihren Kopf zu mir wenden, müßten sich schier unsere Nasenspitzen berühren, so dicht hocken wir beieinander. Ihre Hände ruhen schoßwärts unter meinem Oberrocke, dessen Filzigkeit soll Wärme in ihre abgearbeiteten Immerkalthände bringen. Doch sie rührt sich nicht und scheint weiterzudenken. Ich drängele nicht, mein Blick mäandert sich stumm durch ihr vom Nebel weichgezeichnetes Lebensfaltgesicht. Ich habe zuvor genug leisstimmig berichtet, Dinge, die erzählt werden mußten, Geschehnisse, die nicht mehr unbenannt sein wollten. Minuten durchschweigen wir die Schwerwürzluft. Dann wellen sich sanft ihre Augenlidfalten, enden mit schier kühnem Aufwärtsschwunge und sie spricht weiter: „Was heißt eigentlich ‚Kraft‘ in deiner Lieblingssprache?“ „Força“, antworte ich spontan. Sie kichert los und ihre Hände tanzen flohwalzernd über mein Bein. Kurz nur, dann wird sie wieder ernst. „Du kannst sie nennen, wie du willst, doch deine Hoffnung wird immer deine ureigene Kraft bleiben. So als ob du dir selbst deine Quelle bist…“ Und für einen Moment erbebt die Salzgrotte unter einem Silberschwebensilbenbeben.

Keinaprilscherzfeinagilherz

Gestern noch banging war mein Herz, ob der Flinkfüßigkeit der Zeit. Doch ich hielt Schritt und die Bangingkeit verflog wie die Trockenraschelblätter des mächtigen Efeustockes im pittoresken Hinterhof, die mithilfe des Sturmgebrauses Platz schaffen für neue Triebe und somit Zarthoffnungsgrün. Fast alles erscheint mir perfekt, nur die schöne neue Welt konnte nicht mithalten mit meinem vorgelegten Tempo, der Rechenknecht bleibt abgekappt vom Weltumspannnetz. In meinen Gedanken seid ihr alle dabei. Kladdig sammle ich flinkfingrig neue Eindrücke, wie den vom verdutzten Amselrich, der mein neuer nächster Nachbar ist und fensterbrettig mein Tun beobachtete. Als ich ihm ein Kissen anbot, um den perfekten Fenstergrummler abzugeben, flog er schimpfend davon. Der Sturm brüllte auch gegen mich an, wollte mich von der Leiter holen, doch mein Wackerherz blieb obenauf. Im Floratelier hat alles seinen Platz gefunden und dass gestrig schon neugierige Kunden mich von Feinschliffarbeiten abhielten, dieses deute ich als gutes Omen. Das Florallabor erhielt seine angemessene Abschiedsparty, exakt am selben Tag vor dreizehn Jahren war es die Baustellenparty und diesmal eine Entrümpelungsfeier mit fast dem gleichen Freundeskreis. Die Wehmut ist verflogen, ich bin lämmerschwänzig erwartungsfroh startbereit. Die Dämmerung hebt ihren Grauschleier erstapriltagig beim Haus am Ende des Weges und mein Fragilagilherz purzelbaumt behende: Floratelier, ich komme…