Verwegene Verse XXIX

von kaetheknobloch

Ich traf mal einen feschen Herren mit schnafftem Knackarsch,

verwies ihn aber trotz Höschenzubodengleitlassenstimme barsch.

Wer mich kennt, der fragt sich gerade sicher ratlosblickend:

Sowas findet die Knobloch’sche doch sonst recht entzückend?

Na klar doch, replike ich flugs hinternverschiedenverweisend!

Schnafftknackärsche als solche belobhudele ich gern preisend,

am liebsten vorderseits so feinstschmiedegemächtprächtig,

(Moment, ich schrubs hier!) , doch es törnt mich ab mächtig,

wenn vom Hintern man nur genau das eine erblicken kann:

Bei ihm sah ich nur das wahre Arschloch in und von einem Mann!

Brauner Schmutz, Unrat, Verdauungsdreck, garstige Reste,

mal eloquent scheißschleimig, mal treudoofarmhebendfeste.

Es ist mir nicht wurscht im wahrsten Sinne der braunen Worte,

weil ich sie verachte, die Mannen der Herrenmenschensorte!

Übrigens auch die Damen, verstehen Sie mich bitte recht,

bei jeglichem Ausländerrausgebrüll wird mir kotzübelschlecht.

Zurück jedoch wieder zu meinem Nazileinmöchtegerngesellen,

Mir tat sich sogleich die Haut allüberall abwehrend aufwellen,

denn er vermochte sich nur in tiefstbraunisch zu artikulieren,

so verwehrte ich ihm jedwedes beglückendes Artigkopulieren.

Denn schon die beste Band der Welt sang es einst klar und laut:

Wer andere aus purem Fremdenhass einfach so verhaut,

hat sich das Recht auf Liebemachen erstmal verattitüdet

weil allhassende Dummheit jedweden stantepede verprüdet.

Begreift doch endlich, was Nächstenliebe schlichtweg heißt:

Die Gleichheit, die die Farbe unser allen Blutes beweist!

 

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