Madamecontrairecolossalblogmedialmuserei *** (Mit Sternchen!)

von kaetheknobloch

Die orbitöse Madame Contraire ist immer einen Krachknutscher wert, doch mit ihren eigens ersonnen Fragen krawummst sie sich noch heftiger in mein Bloggerliebherzchen. Gernst nehme ich dieses Stöckchen an mich, selten war eine Muserine blogbetrefflicher mit ihren Küssen. Danke meine liebe MmeMme, dieses Fragenklafterholz erhitzt mich schon beim Umstapeln!

Madame duzt, Madame siezt, Madame ist verwirrt. Wie halten Sie es mit Duzen und Siezen, was bedingt die jeweilige Anrede und was steckt letztendlich Ihrer Meinung nach hinter all dem Formalismus?

Hinter all dem Formalismus steckt zuallererst die Achtung vor dem Menschen hinter dem Schreibenden. Auch passt die Siezerei besser zu meinem ausgesprochenem Silbengeschwurbel. Ich duze erst nach der ausdrücklichen Bitte darum. In einer Schreibwelt, in der Böspöbeln neuer Volkssport geworden zu sein scheint, hilft mir das Siezen genügend Abstand zu halten. Außerdem finde ich Siezereypöbeln eleganter. Schreiben Sie doch einfach mal einem Krawallgenossen folgende Worte als Kommentar: „Halten Sie sich bitte gerade, Sie mürber Klappspaten! Oder haben die Holzwürmer nach Ihrer Denkapparatur auch Ihr Rückgrat zernagt?“ Natürlich kommt man manchmal durcheinander bei diesem Duzsiegehopse, aber das macht ja nüschte, oder was meinst Du, meine liebe Madame, ähem, Sie…

Wenn Sie zurückschauen auf Ihren ersten Blogeintrag, sich Ihre ursprüngliche Intention vor Augen halten, weshalb Sie ein Blog gestartet haben: Haben sich Ihre Ziele im Laufe der Zeit verändert? Haben Sie erreicht, was Sie ursprünglich beabsichtigt haben mit Ihrer Blogidee?

Weil Bittemito nicht mein erstes Blog ist, beziehe ich die Fragen ausschließlich hierauf: Ich wollte wieder schreiben, öffentlich allemal und dabei meine eigene Sprache wiederfinden. Zeihen Sie mich ruhig der Eigenlobeinhornrosapupszuckerwatteveilchenduftlobhudeley, aber dieses Ziel habe ich offensichtlich erreicht. Doch nicht alleine. Es gab und gibt einige Silbenspitzenballerinas und Grandioswortgesellen, die mir ihre Tippeditappfingerchen reichten. Und manche nicht nur dies.

Waren Sie schon einmal gedanklich soweit, Ihren Blog wieder zu schließen? Welche Tiefen sind Ihnen als Blogger schon begegnet?

Bittemito war noch nie von Schließgedanken umflort, das wird auch so bleiben. Ich habe dazugelernt. Als Blogger habe ich in den tiefsten virtuellen Abgrund geblickt: Den inszenierten Tod eines Blogfreundes. Nach persönlichem Kontakt. Aber es ward eine Vergebung ausgeschrieben und dabei bleibe ich. Weil ich vermute, daß Du hier liest: Ich zeihe Dich dennoch der Schamlosigkeit! Weil Du ein Klappspaten bleibst…

Alle anderen Tiefen erscheinen dagegen wie Flachpfützenwasser und sind nicht mal eine Erwähnung wert.

Und welche Höhen haben Sie in Ihrem Bloggerleben bereits erlebt? Ein besonders denkwürdiges Blogereignis?

Der Bloggergipfel ist immer dann erreicht, wenn man schreibvertraute Menschen weiter an sich heranläßt. Handgeschriebe Briefe tauscht oder gar Telephonate. Auch Hilfeleistungen oder Geschäftskontakte machen mich flipflopflippig Und dann kanns nur noch denkwürdiger werden, indem man sich persönlich gegenübersteht, wobei das kein Muss ist. So oder so: Ich freue mich auf noch ganz viele spannende Begegnungen.

Wenn Sie anonym bloggen: Lassen Sie Menschen aus Ihrem realen Umfeld in den Genuss Ihres Blogs kommen? Warum nicht?

Käthe Knobloch ist wirklichen Freunden bekannt.

Haben Sie sich schon einmal gewünscht, einen Blogbeitrag nie veröffentlicht zu haben?

Ja, aber der ist schon lange wieder gelöscht. Es war ein Trauergedicht, keine seiner Buchstaben war es im nachhinein wert, also weg damit.

Wie viele unveröffentlichte Beiträge liegen noch in Bearbeitung, wie viele davon werden es voraussichtlich zur Veröffentlichung schaffen?

Ich frohmaulte ja letzthin bei der famosen Frau Rosmarin über zwölf noch fertigzuschreibende Texte. Hahaha, ich habe die außerwordpressigen vergessen. Dilemma! Dilemma! Da ich auch kladdig schreibe, sind meine zu bearbeitenden Beiträge unzählbar geworden. Ich wünsche einem jeden davon eine eigene Öffentlichkeit. Letzthin las ich Mama Löwenherz einen daraus vor, der hier nie erscheinen wird, das gildet doch auch…

Inspiration, Technik, Ritual, Zeiteinteilung. Wie schreiben Sie?

Inspirierttechnikverteufelndgernstritualisierendknappzeitig.

Mögen Sie Kuchen?

HammSe auch ’ne Leberwurschstulle? Käsebrötchen? Laugenbrezel? Speckkartoffelsalat? Halberstädter Würstchen… Mooooment, falsche Tageszeit für die Frage! Das Pausenbrot längst aufgegessen und das Abendessen noch weit entfernt… butterböhnchenleberspätzlegrünkohlkalbsleberschmorzwiebeln… Oh, Pardöngsche, Sie lesen ja immernoch mit…

Wie lautet die Frage, die Sie schon immer einmal gerne gestellt bekämen? Sie dürfen Ihre Antwort darauf natürlich gleich mitliefern, wenn Sie möchten.

Ich glaube, diese Frage tauchte bereits in einer früheren Scheitelfeihe auf, aber die Fragenantwort und die Fragenantwortantwort dürften ähnlich gewesen sein:

„Knoblochen, warum trägste denn dein Herz immer auf der Zunge?“

„Weil ich fürchte, mich sonst daran zu verschlucken.“

Da ich dieses Stöckchenbündel aus freien Stücken an mich riss, weil ich die Fragen oberorbitös fand, nominiere ich niemanden, sie seien frei niedergelegt zur Selbstbedienung.

Nee, Sir, diesmal auch nicht Sie! Obwohl…

***

Aus aktuellem Anlass ergänze ich noch die Fabulösknüppel der charmanten Frau Christiane die mir zwo zu hinterlegen erlaubte. Und der nicht minder fabelhafte Herr Tristan stellte die allergleichen Fragen. Dankefein auch dafür, ich freue mich urstknurpsig!

Beschreibe deinen Weg zum Blogger.

Zettelzappeline, Notizbuchnovizin, Tagebuchträumerin, Blogneugierine, Twentysixsouverine, Allesglaubdummerine, Todayprobiererin, Stummschaustaunerin, WordPressbewunderin, Stimmsuchstammlerin, Bittemitoknoblochen. Ich möchte keine Gabelung des Weges missen. Und freue mich auf den sich weiterschlängelnden Silbersilbenpfad…

Tipps für neue Blogger.

Ehrlich sein, ohne alles zu offenbaren. Neugierig sein, ohne alles zu glauben. Nie den Menschen hinter dem Blogpseudonym vergessen. Die Netikette beachten. Nicht stumm liken, sondern Worte bekennen. Blinkkwatschtrallalla meiden. Und schlußendlich immer bereit sein, über sich selber zu lachen. Fehler macht nur, wer sich wagt die eigene Hirnapparatur zu nutzen.

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