Gedankenzumgutenimschlechtenverdichtversuch

von kaetheknobloch

Die fabulöse Frau Wirsching stellte Fragen und was für welche! Das Gute im Schlechten sucht sie und mit ihr viele andere. Auch ich. Und ich werde nicht fündig. Ich weiß soviel Gutes zu berichten, doch söllten das wirklich die Antworten sein, die ich mir selbst geben würde? Nein, denn dann würde ich die Suche aufgeben. Und das kann ich nicht. Also suche ich weiter nach Antworten, denn nur keine versuchte Antwort ist tatsächlich eine schlechte…

1. Was ist gut?

Was ist gut und was wäre denn dann verflucht nochmal schlecht,

so kreist die Fangfrage ohrwurmunerbittlich im Kopfe herum.

Wäre es einfach, wäre jede eigene Handlung sicherlich gerecht,

doch in macher guter Absicht steckt auch mal das Böse, drum

wäage und wäage ich ab und tausche die Silben wie Augenblicke.

Was macht der Clochard denn mit dem geteiltem Gelde wirklich?

Kann ich monetär bestimmen über seine süchtigen Geschicke?

Nein, er säuft sich zu Tode damit, vielleicht sogar augenblicklich.

Gab ich ihm also etwas Gutes oder doch die Schlechtigkeit allein?

Reicht die gute Absicht, um sich selbst „gut“ zu befinden denn aus?

Wie bitte söllte hier jemals eine gemäße Antwort möglich sein?

Nein, aus dem Gutenimschlechtendenken finde ich nicht heraus…

 

2. Etwas, das erst durch Einwanderung, Völkerwanderung, Menschenbewegung in unseren Breiten entstand oder möglich wurde – und auf das du auf keinen Fall verzichten möchtest:

Lange Frage und so einfach schlicht doch die meinige Antwort:

Mich!

Denn wanderte der Mensch nicht seit Urzeiten von Ort zu Ort,

es gäbe mich und dich und dich und dich und dich und dich

nich.

Liebe Sabine, ich verspreche weitere Antworten, die Traumfrage ist eine echte Denknuß für mich, weil ich nicht gleich ihm träumen kann. Ich schlafe einfach nochmal drüber. Denn das darf ich: In Frieden nachtschlafen und tagträumen, wovon ich will. Und genau das beantwortet plötzlich Deine letzte Frage:

6. Was macht dir Mut aufs Gute?

Frieden. Frieden macht mir Mut. Eigensinnlicher, der Mahre bannt, grenzenüberwindender der Fremdheit umhalst und kontinentaler Frieden, der Freiheit mit sich trägt. Möglicher Frieden vom Ich zum Wir, der macht mir Mut. Mut zu dem Guten. Auch im Schlechten…

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