Dunkelschwingenschweigendenkinnengesangdank

von kaetheknobloch

Welches Sinnen verbirgt sich unter den dunklen Schwingen deines Schweigens? Deine Silberlachtöne zwischen den Schnellschlagtaktsätzen, wo sind sie hin verschwunden? Keine Frage, keine Antwort generiert sich aus der bloßen Leere. Dein Schweigen wölbt sich kuppelig über all die Wortebenen, die noch weitlandig unerforscht. Jede wandernde Wortwabe platzt denkendlich wie eine Seifenblase an dieser in grauer Unwissenheit starrenden Kuppel. Wann hast du angefangen, sie aufzurichten, woher kam der erste Grübelstein und wieviel unnötige Kraft verschwendetest du, die nächsten kaltglatt abzuschleifen und darauf zu setzen? Ich würde mir die Fingerkuppen blutig für dich suchen, tastend nach dem einen Silbenriss, der sich zum Wortspalt weiten ließe um dir einen Warmpulsgruß zu hinterlegen. Doch ich lasse es in dem einen Wissen: Das Schweigegewölbe kannst du nur selbst zum Einsturz bringen, ein geflüstertes Hallo, ein gehauchtes Ja oder eben nur ein gesendetes Lächeln würde reichen. Doch muß es deines und mariannengrabentief ehrlich sein. Ich bleibe hier stehen und schaue der Zeit beim Vergehen zu. Gelöst wandert der Blick über die weiten Wortwogenwiesen, klettert über Silbengebirge und überstreicht sanftwellige Vokabelwogen. Innendrinnig ein sachtes Summen, das bald als glockenheller Sichersang sich gen Graukuppel spiralt, gleich dem Sommertanz der Lerche. Irgenwo wird eines Tages ein Buchstabenlächeln zu finden sein und dunkle Schwingen werden licht.

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