Hornungsaltgesellenlehrlingshändelei

von kaetheknobloch

Februarfrost1

Es war war eine Geraune und Gewisper da draußen letzthin, fast meinte man, sie streiten zu hören. Der Winteraltgeselle hielt bittereisig nochmals an seiner Routine fest. Der Hornung sei sein, so kündete er knirschkrachend. Des Lenzens Lehrling umtanzte ihn leichfüßig, ließ immer wieder seine lichthellen Augen strahlen und brachte den Kaltherzgesellen dadurch zum Weinen. Noch ehe der Hornung sich legte, würde er seine Federgesangnotate ihm senden und liebliches Floralgeläut. Das einzige Weiß seien dann die Schneeblumen, ansonsten übernähme zartes Farbgetupfe die altwinternde Grauschwarzigkeit, die von dem Hochwinter nur übrig blieb. Da blies der alte Rauhreifgreis nochmals seine Backen auf und überzog alles mit nadelstichigen Kristallen. Der Jungspund konterte mit hoffnungsanrufenden Wildganspfeilen vor dem Graugewölk. Ich könnte diesem Händel noch ein Weilchen weiterlauschen und einfach immer wieder meine Seiten wechseln. Ich liebe beide kaltheißinnig, den Alten wie den Jungen und entbehre jeder Scham bei meinem Frontenwechseltanzgesumme.

Februarfrost2

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