Verwegene Verse XXXII

von kaetheknobloch

 

Jüngst durchbebte ich etliche langschwere Nächte,

sie waren echt grausambrauniger als ich je dächte,

dass graubraune Nächte mir so erscheinen können;

da kam der eine Morgen dann endlich hellersönnen.

Ja, ich schrub hellersönnen und nicht hellerleuchtet,

denn was mich schließlich so sanft augenbefeuchtet,

waren weder der Jubelmorgen mit all seinen Sonnen

noch die tirilierenden vorlenzigen Vogelsangwonnen.

Ohkee, Vogelwonnen hätte ich auch nicht verachtet,

vor allem, wenn mit Pünktchen sie o-wärts bedachtet,

doch ich fand mich bettlagerstättig ganz alleine wieder.

Ergo besönnte ich mich auf meine ganz eigenen Glieder,

streckte und rekelte mir ab das nachtbraune Gesumpfe,

frühsportelte wie immer, ohne Kleidchen und Strumpfe

und dehnte und lockerte mir Fleisch und die Behäutung.

Bald subkutante sich in mir warm eine neue Bedeutung

dessen, was die sachten Fingerkuppen da heranstrichen.

Erossirrende Phantastereyen sich ins Kopfkino schlichen,

schneller bebsenkten sich die Rundwölbungen vorderlich,

bekamen ihren Fingerspitztango natürlich ganz für sich

und auch die Rundungen rückseits so wohl erschaffen,

mußten nicht unbeachtet in Kühlheit erschlaffen:

Po gespannt, der Athem schnellste Melodie,

heiß die Haut; eine Fingertangosinfonie,

musterzeichnend voller Lust,

meine rechte Hand

und dann…

Frust!

Die Erkenntnis kam sofortiglich wie banalös:

Falschseitig gibt es kein Beglückereygetös,

rechts wirken immer die falschen Triebe

das ist bei den Wahlen, wie bei der Liebe.

Und dann, dann habe ich links gewählt,

was weiter geschah, wird hier nicht erzählt.

Nur eines noch ganz pssstbetrefflich:

Es war schönstnebensächlich…

Danke an die fabulöse Stefanie, die den Anstoß dafür gab, das Gewölle verwegen auszuversen.

Diese Verse sind für Dich.

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