Blauskizzenstrandglücksblicke

von kaetheknobloch

Glücksblick1

Wo ich vor Glück noch um Worte ringe, weil manches kleine Glück athemlos und sprachlos macht, als hätte man das ganz große Los gezogen; schreibt eine andere darob, als wäre sie dabeigewesen. Wir haben sie wohl herbeigelacht und geflüstermurmelt…

Blaue Skizze am Strand von Stefanie Schick aka Karfunkelfee

Meerwasser noch winterkalt, hauchdünne Wasserlinie zieht um Horizont zartes Platinband.
Füße tief eingegraben, Muschelsplit zwischen den Zehen, Wind weht noch kühl über sandgestrahlte Haut und in den Ohren dieser leise, immer wieder anlandende Brandungslaut.
Ferne Stimmen von Spaziergängern, ein dünner lächelnder Hund, mit fliegenden Ohren, läuft grundlos, obwohl schon so alt, als sei er für den Wind geboren, obwohl seine Knochen wund. Strandläufer unbeschwert Meeresgischtworte austauschend, ohne festes Ziel. Herbsalzig Wind rauscht in Dünengräsern, der Bleispiegel des Meeres geschwungen in frühen Quecksilbertendenzen im glänzenden Wellenspiel.
Zeit ein Funkenflug im Osterfeuer glimmt Wärme, lehnt sich Rücken aneinander, synchronisiert unterschiedliche Füße, wird fließend intensiv freiformgeführt und erneuert in Gemeinschaft und Nähe. Lebens zeitweise Süße, weit fort alles Wehe. Signiert und klar in friedlichem Überschwang, stellt die Skizze Mittelpunktmomente dar. Sie wurden mit dem feinem Federstrich der Sympathie in Langschrift in vergänglichen Sand kalligraphiert und im Blut miteinander gelebter Zeit konserviert. Unretuschierter Klang bleibt, wenn alles längst vergangen, ein tief bewegtes Bild, das sich selbst beschreibt. Darin eine Handvoll Menschen und Muscheln, ein Glas insulaner Sand. Die Sehnsucht nach Meer eine Weile still, im Echo sich in Begegnungen suchte und endlich wiederfand.

Danke, meine liebe Karfunkelige und wenn ich’s mir recht überlege, habe ich Dich durch einen der schönsten hühnergöttigen Glücksfundstücke der fabulösen Frau Rosmarin in den Dünen kichern gesehen:

Glücksblick2

Umdenken!

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