Flüsterschallwellenfühlen

von kaetheknobloch

Kaum hörbar dezibelen sich Kosesilben den alten Namen behutsam umbettend kopfseitmittig  in das Bewußtsein ein. Mehr athemahnend als lautsinnig addiert die zarte Ohroberfläche die leisen Laute zu diesem wandernden Streicheln und subkutant das entstandene Sanftbeben in sich hinein. Phone entsegmentieren sich und Konsonanten entwirbeln ihre Stimmstürme zu sachtem Hauchen. Innerkopfig stimmen die Synapsen sich ein, daraus einen Kanon entstehen zu lassen, der sich überlagernd nie enden möchte, während zarte Hauthügelchen wellend die gestreckten Halsflächen entlang bebend sich räuspern zu scheinen. Die inneraderigen Noten oktavieren sich tiefer und tiefer, queren sachte die Brust und bauchwärts bleibt ein sattes Brummen, gerade so als wäre man selbst ein vibrierender Klangkörper in diesem Momente geworden, ein einziges zartgespanntes Trommelfell. Ein Staunen ob des wohltuenden Echos, das dieser schier vergessene Name hinterläßt, quillt in mir leise auf und mit ihm salzgutes Augenwasser. Ich kann diesen Namen lieben. Und mit ihm dich. Flüsterschallwellenfühlend.

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