Amberouvertürenatemübernahme

Wie ahnen können von den fanfarigen Wellen, die unhörbar durch den ganzen Körper eine vollkommen neue Ouvertüre komponieren? Gleich dem unübersetzbaren aber absolut hinreißend gezeichneten Notenblatt eines fremdtraut bewunderten Musikers, dessen ohrwärtige Pfade nur einsinnig verstanden werden können, weil zunächst dieser eine Sinn nur verständlich in einem zu vibrieren beginnt. Der geschlossene Wimpernvorhang kündet bebend vom Augenscheinfieber und selbst ein vorsichtiges Lugen bricht mit einem tosenden Seufzen sich selbstbrechend genügend aus dem innersten Geklinge heraus. Poriger Applaus quillt dann rotsüßeisend auf und subkulturiges Stillpulsen kaskadiert mit dem Seufzathem, freiwild sich weitergebend zu teilen. Töne, deren Ursprünglichkeit fast beängstigend pur und unbändig erscheint, wiewohl in ihrer natürlichen Art nur allzu selbstverständlich; klingen just auf in diesem Stöhnmoment. Es könnte tiefste Trauer sein oder höchste Extase, die diese Sinnensinfonie aus sich heraus gebiert. Ich bebe wie ein hundertbetanes Orchester und bin doch nur mein ganz eigenes Instrument. Gestimmt allein durch einen tausendtrauten und gleichwohl ambivalenzigen Bernsteinkuß.

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