Justewiglebensliebeweilejubel

von Käthe Knobloch

Träumend queren wir pulsierende Sommertage, fallen in sinkende Wärmeschleier und flüstern uns in außerhäusige Heimaten. Fingerkuppen malen flüchtige Spuren auf heiße Haut und kühles Glas, beides macht uns staunen ob dieser selbstverständlich porenden Feuchte. Wir geben uns den Kondensküssen hin und athmen luxuriöse Leichtigkeit. Frische vermählt sich mit der werbenden Hitze und stille Ruhe wölbt sich in sanfter Begehrlichkeit. Unsere Blicke ankern aneinander, kaskaden durch undinfarbene Tiefen und steigen auf mit dem tuchigen Nebel,  in dem wir inselig wohnen. Unser Herzschlag wird tragend weit wie die Schwingen großer Wasservögel, die diesen Zauber in ihren Daunen bergen. Sonnenfinger zeigen auf unser stilles Glück und plötzlich fällt ein Windgruß in die Wipfel der schlafenden Bäume und rauscht durch uns in alle Zeiten hinab. Glück als ein Weilen in sämtlichen Dingen. Wir leben uns liebend durch sie in justen Ewigkeiten hinfort.