Wie es uns erscheint

von kaetheknobloch

Ich will innehalten, in Demut baden, Athem schöpfen und dann in meiner Vorfreude mich sprudelnd in mir geysiren. Um mir so eine Quelle meiner selbst zu sein. Will mich auf alle meine Fähigkeiten besinnen und jene, die sich wissend bekecken, schier berauschend wirken lassen. Auf mich und andere. Das ist mein Advent, wie er mir erscheint. Und wie ich ihn gerne teile. Kein Götzendienst und keine Anbetung ist darin zu finden, nur meine florale Art der Besinnlichkeit. Vier Kerzen, während ich sündige. Die erste brennt bereits.

Im letzten Jahr begann im Advent meine dunkelste Zeit, ich habe die Zeichen jedoch da noch nicht erkannt. Zum Fest des Lichtes wurde es dunkel und blieb es für eine kleine gefühlte Ewigkeit. Ich denke nicht, daß genügend Buße getan ist, doch viel stärker ruht in mir das Licht der Liebe Dankbarkeit. Zünde jede Kerze damit an und hoffe, nein, ich weiß; daß sie weiter scheint, als unsere Pupillen zu blicken vermögen.

Allen hier flanierenden Buchstabenbalancösen und Silbensilberschmieden wünsche ich eine besinnliche Adventszeit, mir hat heute einer von euch eine unverhoffte Freude gemacht. Danke dafür. Denn es sind die unerwartet offenen Türen, die uns herberglich erscheinen.

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