Winterlichthierseinsreichtumwissen

von Käthe Knobloch

Taumelnde Winterlichter, sie prospektieren nur amusisch flirtend. Diese flüchtigen Momente des scheuen Lides Heben bergen mehr Lohe, als das des eigenen Auges Spiegel bedarf. Man möchte die Wimpern tränend senken, um solche Pretiosen überhaupt ertragen zu können. Reicher ist bald kein Dasein möglich, inmitten solch‘ leuchtender Glorie. Bäume scheinen aus flüssigem Gold geädert, feinste Intarsien aus Silber fluten ihre Zweige und ein azurne Hoheit nobelt alles profane Sein. Ein Ächzen geht dann manchmal durch die eigene Seele, doch nichts als elfenbeinene Ergänzung umfasst die womögliche Blickigkeit. Und Ebenholz adäquiriert sich seufzend dazu. Kristallig schwebt ein Gewisper über dem Schilf. Eisglänzende Perlen beschimmern erstarrtes Geäst und diamantenes Leuchten legt sich tuchend über die ruhenden Gefilde. Es ist ein lichtes Reich und reines Sein. Für Dich und für mich.