Komm mit, komm mit…

Blaue Stunden umhüllen uns sachte und friedvoll. Trösten unsre wintermüden Augen und salben die nach Fülle darbende Seele mit diesem illustren Schein. Athmen sich tief in uns hinein und nehmen so unser Innerstes mit hinauf in die strahlende Kathedraligkeit. Noch singt der Wind seine sirrenden Choräle in das alte Ried, glänzen eisige Spiegel auf den müde sich dehnenden Wasserflächen. Doch das sich veränderne Licht bringt schimmernde Kunde von milderer Zeit. Die wässernen Spiegel necken uns blaupausig und die Bäume dunkeln ihr Geäst in den Spitzen, um bald, bald mit ihrem Grün dem blauen Baldachin zu huldigen. Ich erzähle Dir von den ersten Kiebitzen, die ich auf den sumpfigen Ederwiesen sah und Du lächelst mich wissend an. Komm mit, Komm mit flüsterst Du in den sinkenden Stunden, dann nimmst Du mich bei der Hand und wir strömen in das irisierende Blau.

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