Schattenseelenlichtalleinseinstrichscham

von Käthe Knobloch

Manchmal verschmale ich mich wie ein Schatten, der sich seiner selbst zu schämen scheint und unscharf an den Rändern wird, irgendwie diffus und dann konzentriere ich mich doch mittig im Verharren als Strich, siniere herzwärts und bilde so ganz nüchtern von weitem gesehen eine zitternde Linie mit einem gewissen Rhythmus immerhin und ende irgendwo im Punkt meines eigenen Seins, an dem mein Puls langsam kosiniert; finde mich Glück athmend und befreit.

Es sind die fremden Fesseln, die uns binden. Unsere Seele will licht sein und weit.