bittemito

Tag: Nackenschalkerey

Gelbstattgoldrockglattvollgalasamtdrossel

Reich beschenkt erlebe ich momentige Zeitchen, die Ausgleichswaage neigt mehr zum zarten, schwachen und so gewichtigen Erleben. Sternentalerig möchte ich die Momente sammeln und bewahren. Festrobig beseelt durchtanze ich diese Vorsommertage und athme tief in warmen, lieben Wogen. Manches Pupillenpralinchen will ich gerne teilen, das güldene Raschelstaniol soll sachte seine kleinen Prächtigkeiten zeigen:

Und was mir jahresanfänglich so drastisch weißkittelig diagnostiziert

(mit mahnendem Verweise)

Ich habe ab jetzt einen Vogel!; gelang mir selbstieartig nun festzuhalten.

Zwar ist es keine Meise,

doch ist da offensichtlich plusterigflaumig einer der Aves platziert.

Nun gilt es, sich angemessen vogelfrei, äh, besetzt, zu verhalten…

 

Verwegene Verse – Hakenhabilitationsversion

Ich begegnete einst einem sehr kleinen Häkchen,

das stellte mir zuallererst ein kurioses Frägchen:

Wozu bin ich eigentlich hier so verdübelt?

Viele hatten ihm diese Frage schon verübelt,

ich jedoch konnte nur lauthals drüber lachen.

So ein Haken taugt doch zu vielerley Sachen!

Den macht man einfach hinter manche Zeit

(und entlübdet sich von genormtem Leid),

denn vieles, was uns bittdankend deucht

ist nicht den Furz wert, der uns entfleucht.

Pobacken zusammenkneifen, bitte nicht immer;

denn manchmal kommts tatsächlich schlimmer

und wenn’sde dann keinen kleinen Haken hast,

trägt niemand außer dir diese unschöne Last.

Scheiße einfach mal drauf und laß dich hängen

anstelle des Hangtuches kannste doch bangen

(Dieses Bangen ist als Bängen bitte zu erlesen,

(Tschuldigung, Überdosis Ärzte, ich bin genesen!))

Ähem, zumindest von den weißen Kitteleien,

man möge mir diese Rockbarkeit just verzeihen!

Zurück zu dem kleinen scheinbar unnützem Ding,

bei dessem Anblick ich mir ein Lächeln einfing:

Was vor einem steht, das kann man nicht wissen,

doch den Haken dahinter will ich nicht missen.

 

 

keintuch

Verwegene Verse XXXIII

Ich küsste mal einen Herren aus Grimma*,

dachte ich, doch es war viel schlimmer!

Der Herr war sogar richtig vergrimmt,

was eigentlich auch nicht ganz stimmt.

Er war zornig, wütend und sogar böse.

Ich küßte ihn mit Krachknutschgetöse

…, allein, die Vergrimmung, die blieb.

Ich bewisperte ihn zärtlich und lieb,

bis er steinhart mir zu werden deuchte.

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Doch für umme das Feinstkußbefeuchte!

Er wurde zwar härter,

doch nur um die Bärter,

die Lust mir flugs entfleuchte.

Knoblochkuss

Und die Moral von der Geschichte?

Grimmige Männer sind nicht ganz dichte,

wenn Küsse nicht ihren Stein erweichen

und Liebe, Mut & Lust nicht gereichen,

gereicht wohl fast nichts mehr ihnen,

außer dem blinden Haß zu dienen.

Mehr küssen und lieben ist das Gebot der Zeit.

Biste dabei? Ich wäre soweit…

Das gilt natürlich auch für harsche Damen,

drum laßt uns auch die küssend umarmen.

Wildeste Knutschereyen oder stummes Lieben

hat schon immer Hass und Grimm vertrieben.

* Ich bitte um Entschuldung, falls ich Herren aus Grimma hiermit verletzte und gelobe lieblichste Vergeltung rein kußtechnisch natürlich…

Warnung! Neues Trendspiel macht süchtig!

Wie aus gut unterrichteten Kriesen, aus erster Hand kwasi, mitgeteilt wurde, entstand in den Räumen eines als Floratelier getarnten Lachzentrums ein neues Spiel, welches hochgradiges Suchtpotenzial in sich birgt. Gespielt wird mit absurd bunten Figuren, die mit der elektronischen Handfessel aufgenommen werden sollen. Durch die Integration dieser Spielfiguren mit der realen Welt entsteht ein ganz neues Spielvergnügen und alsbald wird der so in den Bann gezogene Spieler kaum noch seine Umwelt wahrnehmen. Albernes Kichern unterbindet jede Kommunikation mit seinen Mitmenschen und Haltungsfehler durch den ständig nach unten gebeugten Nacken sind gefährliche Folgeerscheinungen. Darum erfolgt diese Wahrnung:

Verfallen Sie nicht dem gefährlichen Spiel PickermanGo©! Söllten Ihnen solche Spielfiguren angetragen werden, empfehlen wir Ihnen strikte Ablehnung, wenn Sie eine bekannte Lachschwäche haben. PickermanGo© macht Sie schneller abhängig, als Sie PickermanGo© sagen können! Halten Sie besonders Kinder und kindgebliebene Erwachsene fern von PickermanGo© , die anerkannte Affinität zum analogen Vergnügen haben! Um die Gefährlichkeit von PickermanGo© zu demonstrieren zeigen wir einen heimlich aufgenommenen Film aus dem besagten Lachzentrum, welches als Brutstätte von derlei Unsinn wie PickermanGo© gilt. Obacht: Film ab!

Unbeschadet überstanden? Dann klicken Sie keines Falles auf erneutes Abspielen, denn so beginnt eine jede Sucht! Danke für Ihre Aufmerksamkeit und pickemannen Sie gut auf sich… Oh!Go! Ähem, no…

Glühlichtleuchtgesichterglück

Und dann ist es vermeintlich vorbei. Der Rausch, das Toben und Springen. Das Licht glimmt gleichmäßig, alle Grelligkeit und Dunkelschweberey der begleitenden Show geht in ihm ineinander auf. Kein Bass mehr, der die Waden federt, keine Punksilbe die man grölend erwidert und kein Schlagzeug, das den Nacken beugt. Statt dessen sanftes Ausklingen und die Euphorieschreie schlagen um in leises Murmeln. Der Moshpit lichtet sich und dieser pulsende Organismus aus Menschenleibern zerfällt in hunderte Menschenseelchen. Man könnte sehen, wie unterschiedlich so eine fragile Masse zusammengesetzt ist und hat doch nur für eines den Blick: Für das glühende Leuchten, das so licht vom puren Glück in diesen Gesichtern erzählt. Für einen ewigkurzen Moment ist da nur reines Glück und dieses Leuchten erwidert sich. Läßt sich in tätowierte Arme fallen und tauscht nasse Küsse. Hünen schütteln sich schulterwärts gegenseitig und Zarthände treffen auf Pranken. Nochmütchenkühler heben sich gegenseitig gen Himmel und wieder und wieder dieses pupillengetauschte Leuchten. Fremdnahmenschen für genau dieses gemeinsame Erleben in dem die Welt eine gute ist, obgleich sie so martialisch erscheinen mag. Wer mag hier Schön oder Häßlich beschubladen? Das strahlende Glück macht alle gleich. Das nächste Bier wird geteilt und die ersten reiben sich erstaunt an wunden Körperstellen. Schmerz? Ja, klar, aber ein so guttuender, daß seine Male noch lange halten mögen. Das geteilte Glück bleibt eh bei jeder erneuten belauschlappter Erinnerung innendrinnig beschatzt. Und glüht nach.